Vogellinie
Genetik

Informationsverarbeitung und Verhalten
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ALLGEMEIN

Zytologie


Die größte Herausforderung der Neurowissenschaften besteht darin,
geistige Prozesse und das entsprechende Verhalten des Menschen bzw. höherer Organismen zu verstehen.

Die Neurobiologie untersucht die Struktur, Funktion und Entwicklung von Neuronen und Nervensystemen. Teilgebiete: Neuroanatomie, Neurochemie, Neuroimmunologie ...   (*)

Die Neurophysiologie beschäftigt sich damit, wie Neuronen Informationen empfangen und weiterleiten.

Die Ethologie (Verhaltensbiologie, Verhaltensforschung) erforscht mit Methoden der Biologie das Verhalten der Tiere bzw. die biologischen Grundlagen des menschlichen Verhaltens (Humanethologie). Ihre Wurzel liegen in der Physiologie, Psychologie und Zoologie.  

 


Vereinfachte Übersicht zur Funktion der Nervenzellen:

Reizbarkeit

-eine Grundeigenschaft des Lebens-

 

Umwelt

 

Reizaufnahme:

     PfeilReize

 
 

Rezeptoren für

 
     
Sehen Hören Bewegen Fühlen Schmecken Riechen
Retina mit Stäbchen u.Zapfen Cochlea mit
Haarsinneszellen
Labyrinth mit
Haarsinneszellen
Lederhaut mit Mechano- u. Thermorezptoren Geschmacks- knospen mit Chemorezeptoren Riechschleimhaut
mit Chemorezeptoren
Erregungs-
leitung
 und 
-verar-
beitung:

Ruhe-
potential
|
Aktions-
potential
|

Zentrales ,
peripheres und
vegetatives Nervensystem

marklose

Pfeil

 markhaltige

Axone

Synapsen/ motorische Endplatten

(erregend /hemmend)

 

  Effektoren  
Reaktion:

Muskeln

Drüsen



Ursachen für das Auftreten einer Verhaltensweise

[aus Linder Biologie Schroedel / Metzler 1998, S. 231]

 

 

Inhaltliche Schwerpunkte:

 

 

Geschichte:

Einige Meilensteine in der Neurobiologie:

Aristoteles 
(4.Jh v.Chr)
Herz- als Zentrum der Empfindungen, Gehirn- als Kühler
Herophilos und Erasistratos 
(3.Jh v.Chr)
Anatomie Gehirn, Nervensystem, Auge; Bedeutung der Nerven
Galen 
(129-199)
Gehirn als Zentrum der Lebenskraft und Sitz der Seele, 3 Typen von Nerven,
Augustinus 
(354-430)
"Gehirnkammern" mit best. Funktionen
R. Descartes 
(1596-1650)
Grundstein für "Reflextheorie"
Galvani 
(1727-1798)
" tierische Elektrizität "- Entd. der Bioelektrizität
F.J.Gall 
(1758-1828), 
dt. Arzt u. Neuroanatom
Schädellehre, Lokalisationstheorie, "Phrenologie" [Lehre vom Zusammenhang zwischen Schädelform und Charakter]
Ch.G.Ehrenberg 
(1795-1876)
Entdecker der Ganglienzellen (1833)
M. Hall 
(1790-1857)
Begriff " Reflexbogen "
P. Flourens 
(1794-1867)
Begründer der experimentellen Gehirnforschung
J.Müller 
(1801-1858) 
Du Bois-Reymond 
(1818-1892) 
H.L.F.von Helmholtz 
(1821- 1894)
Begründer der Sinnesphysiologie und der Elektrophysiologie
W.v.Waldeyer 
(1836-1921)
"Neuronendoktrin" (1891): Die NZ als anatomische, physiologische, metabolische u. genetische Einheit des NS.
R.A.v.Koelliker 
(1817-1905)
Axon entdeckt (1896)
Ch.S.Sherrington
(1857-1952)
 Begriff " Synapse " (1897)
L. Hermann 
(1838 - 1914)
"Strömchentheorie" der Erregungsleitung
J. Bernstein 
(1839-1917)
"Membrantheorie" der Erregung
C. Golgi 
(1843-1926)
mit mikroskopischen Silberfärbungen Neuron erkundet
S. Ramon y Cajal 
(1852-1934), 
span. Histologe
Begründer der Neuroanatomie
A.L.Hodgkin (*1914) 
und 
A.F.Huxley (*1917)
" Ionentheorie der Erregung "
W.Feldberg 
(1900-1993)
Acetylcholin als Transmtter erkannt (1932)
E.Neher (*1944) und B.Sakmann (*1942) Messen der Kanalströme in der Membran

Etappen der Verhaltensforschung:

Empirisch-deskriptive und vergleichende Tierpsychologie Alfred Edmund Brehm  
(1829-1884)
 
"anthropomorphe" Deutungen [Vermenschlichung des tierischen Verhaltens]  teleologische Erklärungen  [zweckbestimmtes Handeln]
Der "Vater" der Verhaltensforschung Charles Robert  Darwin
(1809-1882)
evolutionäre Betrachtung des Verhaltens Instinktbegriff                        
eigene Tierbeobachtungen  
Experimentelle  "Psychophysiologie" Charles Scott Sherrington  
(1857-1952)
Ivan Petrowitsch Pawlow 

(1849-1936)
"Reflextheorie"          
klassische Konditionierung  
Behaviorismus
[amerik. behavior = Verhalten]
John Broadus Watson
(1878-1958)
Edward Lee Thorndike

(1874-1949)
Burrhus Frederic Skinner  
(1904-1990)
Verhalten als erlernte Reaktion auf Umweltreize           
operante Konditionierung  
Ablehnung innerer Bedingungen
Milieutheorie
Klassische Ethologie
[grch. ethos = Gewohnheit]
Konrad Lorenz
(1903-1989)
Nikolaas Tinbergen

(1907-1989) 
Irenaeus Eibl-Eibesfeldt
(*1928)
Verhaltensweisen sind von inneren Bedingungen und von der Umwelt abhängig  (Instinktmodelle)
Moderne Verhaltensforschung Teildisziplinen:  
Verhaltensökologie      
Soziobiologie  
Neuroethologie ...
Einbeziehung neuer Erkenntnisse aus der Neurophysiologie, Ökologie, Evolution, Genetik ...

 

 Informationsverarbeitung und Verhalten

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©  J.Schuetze Vorkenntnisse


erstellt Dezember  2001