Element nach deutschem Physiker benannt

 

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element

111

Bereits im Jahr 1994 wurde das chemische Element mit der Ordnungszahl 111 erstmals erzeugt. Jetzt wurde ein Namensvorschlag akzeptiert.
 

Das 111. Element im Periodensystem wird zu Ehren des deutschen Nobelpreisträgers Wilhelm Conrad Röntgen «Roentgenium» benannt. Das teilte die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) mit.

 Eine internationale Forschergruppe um Sigurd Hofmann konnte das abgekürzt «Rg» genannte Element im Jahr 1994 an der Beschleunigeranlage der GSI nachweisen. Seitdem wurde der Nachweis mehrfach in unabhängigen Experimenten an der GSI und am Riken Institut in Japan bestätigt, teilte die GSI mit. Zunächst wurde es nach seiner Ordnungszahl 111 im Periodensystem als «Unununium» bezeichnet.

Auf dem Treffen der International Union for Pure and Applied Chemistry (Iupac) in Ottawa, Kanada im Jahr 2003 wurden die Forscher aufgefordert, einen offiziellen Namensvorschlag einzureichen. Mit der Benennung des neuen chemischen Elements nach Röntgen folgen sie der Tradition, berühmte Wissenschaftler zu ehren. Nach einer Frist, in der der Namensvorschlag in der wissenschaftlichen Gemeinschaft diskutiert werden konnte, stimmte die Iupac nun zu.

Der 1845 in der Nähe in Remscheid geborene Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte 1895 bei Experimenten mit einer Kathodenstrahlröhre eine Strahlung, die er X-Strahlen nannte. Die heute etwa in der Medizin eingesetzte Strahlung wurde später Röntgenstrahlung benannt. Im Jahr 1901 erhielt Röntgen für seine Entdeckung als erster den Nobelpreis in Physik. Er starb im Jahr 1923 in München.

Dem GSI-Forscherteam um Sigurd Hofmann war im Jahr 1994 auch die Entdeckung des Elements 110 gelungen, das im Dezember 2003 nach dem Sitz der GSI in Darmstadt «Darmstadtium» benannt wurde.