Blütenpflanzen im Mai und Juni:

Gelb blühende Rapsfelder  [Brassica napus]

einjährige Krautpflanze, die in der Familie der Kreuzblütler [Cruciferae] zu derselben Gattung gehört wie Wasserrübe und Kohl. Raps wird in weiten Teilen Asiens (hauptsächlich in China und Indien), in ganz Europa und in Kanada als Futterpflanze für Schweine und Schafe und als Deckpflanze angebaut. Gelegentlich tritt die Pflanze auch als Unkraut auf. Die Samen der Rapspflanze werden wegen ihres Öles geschätzt, das beim Kochen und als Schmiermittel Verwendung findet. Der in Europa angebaute Sommerraps dient als Vogelfutter. Die Kohlrübe ist eine Kulturform des Raps.
Ackerrettich:
(Hederich, Raphanus raphanistrum), Kreuzblütler, in Europa und den Mittelmeerländern auf Äckern und Brachen häufiges Unkraut mit blaugrünem Stängel, gelblichen oder weißlichen, violett geäderten Blüten und perlschnurartiger Schote; ähnelt dem Ackersenf.
Ackersenf:
(Sinapis arvensis), Kreuzblütler, Acker- und Gartenunkraut mit goldgelber Krone und waagerecht abstehenden Kelchblättern, fiederlappigen oder buchtigen Blättern; die Früchte sind Schoten.
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Ackersenf

 Lichtnelke   (Lychnis)

staudige Nelkengewächsgattung; auf feuchten Wiesen die Kuckuckslichtnelke (Lychnis floscuculi), bis 90 cm hoch, mit klebrigem Stängel und roten Blütenblättern; eine aus dem östlichen Russland stammende Zierpflanze ist die Brennende Liebe (Lychnis chalcedonica), bis 100 cm hoch, mit rauhaarigen Blättern und kopfförmig vereinigten, meist scharlachroten Blüten.

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Brennende Liebe

Pfeilkresse

Kresse   (Lepidium)


Gattung aus der Familie der Kreuzblütler mit etwa 150 Arten krautiger Pflanzen, zu denen als bekannteste die Gartenkresse gehört. Sie ist wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C und des scharf-würzigen Geschmacks als Salat, Gewürz oder zur Garnierung beliebt. Verwendet werden dazu die dreifach gefingerten Keimblätter. Die Pflanze wächst einjährig und kann sehr leicht aus Samen gezogen werden. Neben der Gartenkresse werden auch Pflanzen anderer Gattungen als Kresse bezeichnet, darunter die Brunnenkresse, die zur gleichen Familie gehört, sowie die Kapuzinerkresse, die einer eigenen Familie angehört.

Brunnenkresse

Wicke  (Vicia)

Gattung der Schmetterlingsblütler, v.a. in der nördlichen gemäßigten Zone, einige Arten auch im südlichen Südamerika, in den Anden und den Gebirgen Ostafrikas; einjährige oder ausdauernde, meist kletternde Kräuter mit paarig gefiederten Blättern (obere Fiederblättchen und Endfieder meist in Ranken umgewandelt) und einzeln oder in Trauben stehenden Blüten. Bekannte, teilweise als Futter- und Gründüngungspflanzen genutzte Arten sind: Saatwicke (Vicia sativa), 3090 cm hoch, mit behaartem, vierkantigem Stängel und behaarten Blättern, Blüte rotviolett, einzeln oder zu zweien in den Blattachseln sitzend; Vogelwicke (Vicia cracca), mit bis über 1m langen Stängeln und blauvioletten Blüten in dichten Trauben; häufig auf Wiesen; Zottelwicke (Sandwicke, Vicia villosa), 0,31,2m hoch, zottig behaart, mit meist violetten Blüten; wird als Futterpflanze kultiviert.
 

Reiherschnabel

Storchschnabel  (Geranium)


überwiegend in den gemäßigten Gebieten; Kräuter oder Stauden; Teilfrüchte mit verlängertem Fortsatz (»Granne«), der sich bei der Reife spiralig zusammenrollt und dabei den Samen ausschleudert. Einheimisch sind u.a. das 2050 cm hohe Ruprechtskraut (Stinkender Storchschnabel, Geranium robertianum) mit drüsig behaarten, meist blutroten Stängeln und kleinen rosafarbenen Blüten mit widerlichem Geruch und der 2060 cm hohe Wiesenstorchschnabel (Geranium pratense) mit blauvioletten Blüten auf Wiesen und an Wegrändern.

 

Storchschnabel

Großer Wiesenknopf

Wiesenknopf  (Sanguisorba)
 


Gattung der Rosengewächse mit etwa 30 Arten in der nördlichen gemäßigten Zone; meist Stauden mit gefiederten Blättern und lang gestielten Blütenköpfen; einheimisch sind: Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), bis 1,2m hoch, mit dunkelrotbraunen Blüten, und Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor), bis 60 cm hoch, mit rötlichen Blüten.

 

Kleiner Wiesenknopf

Margerite  (Leucanthemum vulgare)

 

Korbblütengewächs in Europa, Sibirien und in den Kaukasusländern, nach Nordamerika und Australien eingeschleppt; etwa 60 cm hohe Staude; Blütenkörbchen mit weißen Zungen- und gelben Röhrenblüten; in mehreren Sorten als Zierpflanze kultiviert.

 

Nesselgewächse  (Urticaceae)


Familie zweikeimblättriger Pflanzen, besonders in wärmeren Gebieten verbreitet; meist windblütige Kräuter, Sträucher oder Lianen mit unscheinbaren Blüten, oft mit Brennhaaren; einheimisch u.a. die Große Brennnessel (Urtica dioica), bis zu 1,5m hohe Ruderalpflanze, und die Kleine Brennnessel (Urtica urens), bis zu 50cm hohes Gartenunkraut.
 

Waldmeister   (Galium odoratum)


Art der Pflanzengattung Labkraut, mit quirlig stehenden, schmalen Blättern, unterirdisch kriechendem Wurzelstock, weißen Blüten und borstigen Früchten; Laubwaldpflanze; enthält Cumarin; kann bei Verwendung für Waldmeisterbowle Unverträglichkeitserscheinungen hervorrufen.

 

Breitwegerich

Wegerich    (Plantago)
 

fast weltweit verbreitete Gattung der Wegerichgewächse; Kräuter oder Halbsträucher mit parallelnervigen, oft in Rosetten stehenden Blättern und unscheinbaren Blüten in Köpfchen oder Ähren. Von den elf einheimischen Arten sind am häufigsten der 530 cm hohe Breitwegerich (Plantago major) mit einer Rosette aus lang gestielten, breit eiförmigen, stark längsnervigen Blättern und bräunlichen Blüten in langen Ähren und der 540 cm hohe Spitzwegerich (Plantago lanceolata) mit Rosetten aus lanzettlinealförmigen Blättern; Blüten klein, in dichter Ähre.

 

Spitzwegerich

Beinwell  (Symphytum)



[mittelhochdeutsch, zu wallen »verheilen«] der , rauhaarige, staudige Gattung der Borretschgewächse. Die Wurzel der europäisch-westasiatischen violett bis weiß blühenden Art Gemeiner Beinwell, Schwarzwurz (Symphytum officinale) ist Volksarznei.

 

Nelkenwurz  (Geum)
 

die , Gattung der Rosengewächse, v.a. in der nördlichen gemäßigten Zone; Stauden mit gefiederten oder geteilten Blättern und einzelnen, meist jedoch in Scheindolden stehenden großen gelben, roten oder weißen Blüten; Nussfrüchtchen meist mit hakig verlängertem Griffel. In Deutschland u.a. die gelb blühende Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) in Laubmischwäldern und die Bachnelke (Geum rivale), Blüten nickend, rötlich gelb, mit braunrotem Kelch in Auwäldern.

 

Mohn  (Papaver)

Gattung der Mohngewächse mit rund 100 Arten in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel; einjährige, Milchsaft führende Kräuter und Stauden mit kugeligen, eiförmigen oder länglichen Kapselfrüchten; zum Teil Nutz- und Zierpflanzen. Bekannte Arten: Klatschmohn (Feuermohn, Feldmohn, Papaver rhoeas), bis 90 cm hoch, mit scharlachroten Blüten; auf Äckern und Ödland. Islandmohn (Papaver nudicaule), 3040 cm hoch, Blüte gelb; in der arktischen und subarktischen Region; wird als Schnittblume in verschiedenfarbigen Sorten kultiviert. Schlafmohn (Papaver somniferum), 0,41,5m hoch, mit violetten bis weißen Blüten, die am Grund dunkle Flecken haben; im östlichen Mittelmeergebiet, seit langem in Vorderasien und Indien angebaut. Das durch kaltes Pressen der weißen, blauen oder schwarzen Samen gewonnene Mohnöl wird als Speiseöl sowie industriell genutzt. Blaue (opiumfreie) Samen werden auch in der Bäckerei verwendet.

Schlafmohn
Aus der weißen Milch der unreifen Schlafmohnkapsel wird Opium gewonnen, der Grundstoff für die Herstellung von Morphium, Codein und Heroin.
 

Immergrün   (Vinca)



das , Gattung der Hundsgiftgewächse; in Süd- und Mitteleuropa heimisch ist das Kleine Immergrün (Vinca minor), halb liegend, mit dunkelgrünen, ledrigen Blättern und meist blauen, lang gestielten Blüten, in Wäldern und an Felsen; häufig als Zierpflanze kultiviert. Aufgrund ihres Gehaltes an Alkaloiden (u.a. Vincamin) sind alle Pflanzenteile schwach giftig.