Pfingstrosen

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Paeonia

Pfingstrosengewächse mit 33 Arten bilden die Familie Paeoniaceae, die alle zu nur einer Gattung (Pfingstrose bzw. Päonie) gehören. Die Familie ist in der nördlichen, gemäßigten Zone verbreitet, besonders in Südeuropa und Ostasien (China). Es handelt sich um krautige oder strauchige Pflanzen mit großen Rhizomen. Die schalenförmigen Blüten der Pfingstrosen sind groß und auffällig und stehen einzeln an den Stielenden. Sie sind meist intensiv rot oder rosa, seltener weiß oder gelb gefärbt. Sie bestehen aus fünf Kelchblättern, fünf bis zehn Kronblättern, zahlreichen Staubblättern und zwei bis fünf freien Fruchtknoten. Aus den Blüten bilden sich Balgfrüchte mit zahlreichen schwarzen kugeligen, glänzenden Samen.
In der Antike werden zwei Arten der Pfingstrose beschrieben; die Wurzel der einen Art diente als Arzneimittel bei Frauenleiden. Nach Plinius der Ältere (1.Jahrhundert n.Chr.) ist die Pfingstrose die älteste Gartenblume. Die Kräuterbuchautoren des 16.Jahrhunderts erwähnen die Verwendung der Wurzel als Amulett gegen »Gespenster« und Epilepsie. Großblütige Arten werden in China seit Jahrhunderten kultiviert; sie wurden durch Niederländer Ende des 17.Jahrhunderts in Europa bekannt gemacht.
Zwei Arten der Pfingstrosen, die nicht verholzende, im Winter einziehende Staudenpfingstrose und die verholzende Strauchpfingstrose, sind beliebte Garten- und Parkpflanzen. Von beiden gibt es mehrere tausend Sorten in den verschiedensten Farbvariationen mit ungefüllten oder gefüllten Blüten. Meist sind es Hybriden, die durch Veredelung vermehrt werden. Gepflanzt werden aber auch gern die Wildarten. Beliebt sind außerdem die so genannten Echten oder Bauernpfingstrosen – der Name rührt von ihrer Verwendung in Bauerngärten her –, die im südlichen Mittel-, Süd- und Osteuropa heimisch sind. Die Pfingstrose ist auch eine Arzneipflanze, die in der Volksmedizin gegen Gicht, Rheuma und zum Schleimlösen bei Atemwegserkrankungen sowie in der Homöopathie u. a. gegen Hämorrhoiden verwendet wird.

Ein frohes Pfingstfest