Maiglöckchen

Maiglöckchen bilden die Gattung Convallaria in der Familie Liliaceae. Die kultivierte Art trägt den wissenschaftlichen Namen Convallaria majalis.
Sie ist in den gemäßigten Zonen Europas und Asiens heimisch; in Nordamerika ist sie vermutlich eingebürgert. Maiglöckchen werden seit langem bevorzugt in schattigen Gärten angepflanzt; dort wachsen sie in dichten Büscheln. Die grundständigen Blätter sind zungenförmig und parallel geädert. Die Früchte sind rote Beeren, die Blüten kleine weiße Glöckchen (gelegentlich treten andere Farben auf), die von einem einzigen aufrechten, bis zu 30 Zentimeter hohen Stängel herabhängen. Wegen ihres Duftes werden die Blüten zur Parfümherstellung genutzt. In Kultur werden Maiglöckchen in der Regel aus Knospen vermehrt, die sich am Ende des unterirdischen Wurzelstockes (Rhizom) bilden. Haben sich Maiglöckchen an einem Standort erst einmal angesiedelt, so sind sie sehr durchsetzungsfähig.
Maiglöckchen enthalten besonders in ihren Blüten und Samen Herzglycoside, vor allem Convallatoxin [Digitaloid mit ähnlicher Wirkung wie der Rote Fingerhut]. Die Aufnahme führt zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Sehstörungen und Herzrhythmusstörungen.
 


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