Linde

 

Tilia


Gattung der Lindengewächse mit etwa 45 meist formenreichen Arten in der nördlichen gemäßigten Zone; bis 40m hohe, zum Teil bis 1000 Jahre alt werdende, sommergrüne Bäume; Blüten gelblich oder weißlich, meist in hängenden, kleinen Trugdolden mit flügelartig vergrößertem unterem Vorblatt. Das Holz ist für Schnitz- und Drechslerarbeiten geeignet. In Mitteleuropa verbreitete Arten: Sommerlinde (Großblättrige Linde, Tilia platyphyllos), mit bis 12 cm langen, unterseits weißlich behaarten Blättern; Winterlinde (Tilia cordata), mit kleineren, herzförmigen, unterseits rotbraun behaarten Blättern.
Geschichte: Bei den Germanen und Slawen spielte die Linde in Volksbrauchtum und Sage eine wichtige Rolle. Zahlreiche Gerichts-, Feme-, Blut- und Geisterlinden waren in Mittel- und Osteuropa noch bis in die jüngste Zeit bekannt. Feste, Versammlungen und Trauungen fanden seit der Zeit der Germanen bevorzugt unter Dorf-, Brunnen- und Burglinden statt. Seit dem 16./17.Jahrhundert wird der Lindenblütentee als schweißtreibendes und fiebersenkendes Heilmittel bei Erkältungen verwendet.

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