Krokusse - die Frühlingsblumen der Vorgärten und Parkanlagen:

Krokusse stammen aus Südeuropa und Asien und sind überwiegend winterharte, mehrjährige Knollengewächse aus der Familie der Schwertliliengewächse. Zur Gattung zählen etwa 80 Arten, wobei einige im Frühjahr, andere wie der Safran dagegen im Herbst blühen. Zahlreiche Krokus-Arten sind beliebte Gartenpflanzen, von einigen gibt es mehrere Sorten in einem weiten Farbspektrum. Krokusse bilden einzelne, röhrenförmige Blüten und grasartige Blätter, die sich aus einer unterirdischen Speicherknolle, die einem Sprossteil entspricht, herauswachsen.

Krokusse bilden die Gattung Crocus aus der Familie Iridaceae. Der echte Safran wird als Crocus sativus bezeichnet, die Gartenkrokusse heißen botanisch Crocus-Hybriden, der Bunte Krokus Crocus chrysanthus und der Elfenkrokus Crocus tommasinianus. Der botanische Name des Prachtkrokus ist Crocus speciosus.

 

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Im Industal im Kaschmir werden Krokusse gepflückt, aus deren Blütenteilen sich der wertvolle Safran gewinnen lässt.

Safran, der als Farbstoff und als Gewürz und Färbemittel von Lebensmitteln Verwendung findet, wird aus den dreiteiligen Narbenästen einer Krokusart gewonnen. Da die Ernte nach wie vor mit der Hand erfolgen muss, gilt Safran noch immer als das teuerste Gewürz der Welt.

Der Safran war seit jeher Liebling der Fälscher. Für ein Kilo des Gewürzes müssen etwa 150 000 Krokusblüten verarbeitet werden. Aber es war und ist natürlich nicht nur wegen seines exorbitanten Preises begehrt. Safran galt immer schon, abgesehen von seinen Geschmacksqualitäten, als potentes Heilmittel, das seiner krampf- und schmerzlösenden sowie euphorisierenden Wirkung wegen früher oft mit dem Opium verglichen wurde.
Schon zu Zeiten der Römer wurde der Safran allerdings mit Bleiglanz und Säften schwerer gemacht, und im 15. Jahrhundert griff das Fälschen des Gewürzes so um sich, dass sogar die Todesstrafe darauf stand. Noch 1551 sah sich der Reichstag zu Augsburg veranlasst, ein Gesetz gegen »geschmierten Safran« zu erlassen.