Glücksklee zum neuen Jahr

 

Oxalis deppei
der sogenannte "Glücksklee"
ein Sauerkleegewächs

 

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Allen Schülerinnen und Schülern, aber auch allen anderen Besuchern dieser Seite, ein glückliches, erfolgreiches und gesundes neues Jahr

Nun aber noch ein paar Bemerkungen zum "Glücksklee". Normalerweise muss man in der freien Natur schon recht gründlich Kleepflanzen [Trifolium] absuchen, bevor man ein vierteiliges Laubblatt entdeckt (siehe Abb. unten). Dieses gilt als Glückssymbol. Wenn uns Händler zum Jahreswechsel Pflanzen verkaufen, die nur aus vierteiligen Laubblättern bestehen, so handelt es sich um Sauerklee (siehe Abb. links)[Oxalis].

Sauerklee (Oxalis)

ist eine Gattung der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae). In Mitteleuropa bezeichnet der Name vor allem den Waldsauerklee (O. acetosella). In Gärten und als Topfpflanzen werden oft auch exotische Arten gepflegt. In den gemäßigten Breiten sind die Arten mehrjährige krautige, rosettenförmige Pflanzen. Es gibt aber auch einige Halbsträucher und einige sukkulente Arten. Die Blüten sind 5-zählig und radiär. Die Blütenhüllblätter sind frei. Die Früchte sind fünffächerige Kapseln, die Samen werden explosionsartig verstreut. Die Blätter sind oft dreigeteilt (gelegentlich auch vier- oder mehrteilig). Nebenblätter sind keine vorhanden. Es gibt etwa 700 Arten in dieser Gattung. Die Gattung hat eine fast weltweite Verbreitung. Die meisten Arten findet man in Südafrika (dort gibt es 270 Arten) und Südamerika.

Oxalis deppei  ist eine gruppenbildende Zwiebelpflanze, die aus Mexiko stammt. Ihre mittelgrünen Blätter bestehen aus 4 riemenförmigen bis verkehrt dreieckigen, ganzrandigen oder gekerbten, 2 bis 7 cm langen, an der Basis oft purpurn gezeichneten Fiedern. lm Sommer erscheinen lockere, doldenartige Blütenstände mit rötlichpurpurnen Blüten. Die Pflanzen sind nicht winterhart: Bei Temperaturen unter -5° sterben die Wurzelknolle und die Brutzwiebeln ab. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können die Pflanze empfindlich schädigen. Ab April kann man sie aber ins Freie setzen. Außer als Gartenpflanze hat die Art vor allem gegen Weihnachten und Neujahr Bedeutung als Zimmerpflanze. Im Zimmer und zumal in der dunklen Jahreszeit verliert sie jedoch sehr schnell ihr nettes Aussehen. Die beliebtesten Sorten sind "Braunes Herz", "Iron Cross" und "Alba".

Klee (Trifolium)

ist eine Gattung aus der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) der Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Der botanische Gattungsname leitet sich von der Dreizahl der Blätter ab (lat. tres = drei, folium = Blatt). Die mehrjährigen Pflanzen haben dreizählig gefiederte Blätter. Die Blüten sind zu Köpfchen, Trauben oder Dolden gruppiert, oder sind selten einzeln achselständig. Die Blüten sind meist purpur oder weiß. Die Früchte sind oblonge oder verkehrt-eiförmigen, ein- bis viersamige, nicht oder kaum aufspringende Hülsenfrüchte. Alle Kleearten ziehen Wurzelknöllchen bildende, Stickstoff bindende, Bakterien (Rhizobium) an, die mit dem Klee eine Symbiose eingehen.

Kleeblätter:

Die Laubblätter der Klee-Arten setzen sich üblicherweise aus drei Blättchen zusammen. Ein vierblättriges Kleeblatt gilt als Glückssymbol. Die Chance, ein solches zu finden, beträgt ungefähr 1%. Noch viel seltener sind Kleeblätter mit mehr bzw. weniger Blättchen. Der Schweizer Kleeblatt-Sammler Ramon Mayer besaß 1027 Kleeblätter, worunter 1 einblättriges, 5 zweiblättrige, 869 vierblättrige, 147 fünfblättrige, 4 sechsblättrige und ein siebenblättriges waren. 1975 fand ein Amerikaner ein zehnblättriges Kleeblatt. Zwei Amerikaner fanden einst ein vierzehnblättriges Kleeblatt, was Rekord ist. Dies wurde weltweit nur zweimal beobachtet.

 

Eine alte Bildpostkarte mit Glückssymbolen: