Der Flieder blüht


Gattung winterharter Laub werfender Sträucher aus der Familie der Ölbaumgewächse [Oleaceae] mit großen, duftenden Blütenrispen. Der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris) mit herzförmigen Blättern und weißen oder rot- bis blauvioletten Blüten ist ein beliebter Zierstrauch. Fälschlich wurde der Holunder (Sambucus nigra) früher auch als "Flieder" bezeichnet.
Zu der in den gemäßigten Zonen Europas und Asiens heimischen Gattung gehören rund 25 Arten, von denen viele kultiviert werden. Die Blüten stehen in dichten, sich verzweigenden Blütenständen. Ihre äußere Blütenhülle ist zu einer vierzipfeligen Kronröhre verwachsen, die innere Blütenhülle ist vierlappig; weiter finden sich zwei Staubgefäße (männliche Blütenorgane) und ein solitärer zweikammeriger Stempel. Die Frucht ist eine Kapsel, die an ihrer Rückseite aufspringt. Der Gemeine Flieder ist ein großer Strauch, der bis zu sechs Meter hoch wird. Im Frühjahr entwickelt er duftende fliederfarbene (violette) Blüten. Der in Osteuropa heimische Strauch ist in allen gemäßigten Zonen eingebürgert und wird dort auch kultiviert. Der Persische Flieder ist ein 1,20 bis drei Meter hoher kleiner Strauch, der im Frühjahr hellviolette Blüten entwickelt. Der Bogenflieder (eine rosablühende Art) und der Ungarische Flieder (eine violettblühende Art) sind große Sträucher, die im Frühsommer blühen. Flieder wird mit Hilfe von Samen, Absenkern und Ablegern vermehrt, gelegentlich auch durch Pfropfen auf Liguster-Unterlagen.

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