Das Königskraut

Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich das Lippenblütengewächs Basilikum [Ocimum basilicum L.], das vermutlich aus tropischen Gebieten Asiens stammt und auch Basilienkraut [zu griech. basilikós »königlich«] genannt wird. Es ist wegen seiner angenehm süßlich-würzig duftenden Blätter ein beliebtes Gewürz, vor allem in der mediterranen Küche. Meist werden die Blätter – ganz oder gehackt – frisch verwendet. Die in der Regel einjährige, wärmebedürftige Pflanze wird etwa 30 Zentimeter hoch, trägt eiförmige, hellgrüne Blätter und unscheinbare, rötliche oder gelblich weiße Blüten. Das Kraut ergibt Tee gegen Verdauungsstörungen, das ätherische Basilikumöl ist ein wertvoller Rohstoff in der Parfümerie. Man kultiviert Basilikum schon seit dem Altertum in verschiedenen, mitunter auch in buntblättrigen Ziersorten. Heute ist die Pflanze in vielen tropischen und subtropischen Ländern eingebürgert.

Basilikum ist nicht leicht in der Aufzucht. Er benötigt vor allem viel Licht und viel Wärme (15 bis 20 Grad Celsius), darf jedoch keinem Wind ausgesetzt werden. Er wird am besten in Humus angepflanzt, der sehr nährstoffreich sein sollte. Bei den gängigen Basilikumsorten handelt es sich um einjährige Pflanzen, die jederzeit ausgesät werden können. Wie für die meisten Lichtkeimer üblich sollten sie bis zu ihrem Auflauf mit beispielsweise einer feuchten Zeitung zugedeckt bleiben. Um die Pflanze am Blühen zu hindern, sollten stets ganze Triebe abgeerntet werden. Das Aroma hält sich am besten, indem man die Blätter einfriert. Lässt man sie jedoch trocknen, so hat man mit großen Einbußen beim Aroma zu rechnen. Basilikum wirkt heilend bei vielen Erkrankungen der Harnorgane, bei Darmentzündungen, Magenkrämpfen, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung. Der Tee soll auch bei Migräne hilfreich sein.

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Literatur:   Ilg, P.: Basilikum. Die heilige Pflanze der Hindus. Bergisch Gladbach, 2000.

Gedicht:
John Keats, Isabella oder der Basilikumtopf

 

Basilikum erfreute sich schon im Altertum höchster Wertschätzung als Heilpflanze, hatte aber auch immer eine Verbindung zum Abgründigen und zum Tod. Die Ägypter legten es, zu Kränzen geflochten, mit in die Grabkammern, und die alten Griechen pflegten die Basilikumaussaat mit kräftigen Flüchen zu begleiten, was sich auf das Wachstum äußerst gedeihlich auswirken soll. Außerdem soll Basilikum gegen Stechmücken helfen. Die Zwergsorte "Minimum" hat sehr kleine Blätter und dient in der griechisch- orthodoxen Kirche als Weihwasserwedel.

aus einem alten Lexikon:

 

 

Basilikum enthält den Stoff Estragol, der im Verdacht steht krebsauslösend zu sein. Die Pflanzen sollten deswegen nicht in größeren Mengen verzehrt werden.


1-Methoxy-4-(2-propenyl)benzol