Der Apfel- Malus domestica

Die Schlagzeile:

Der Apfel hat sich zur beliebtesten Frucht der Deutschen entwickelt. Jeder Bundesbürger verzehrt durchschnittlich 40 Kilogramm Äpfel pro Jahr - mehr als in jedem anderen Land der Europäischen Union. Der Trend gehe dabei heute klar zum feinsäuerlichen, rötlich gefärbten Apfel. Die Rangliste der beliebtesten Äpfel führen Elstar, Braeburn, Jonagold, Gala und Golden Delicious an. Dabei werden auch alte Apfelsorten immer beliebter, deren Pflege und Wiederkultivierung sich unter anderem der Pomologenverein, Naturschutzverbände und Biobauern auf die Fahne geschrieben haben.

Malus domestica:

Der Kulturapfelbaum, ein Rosengewächs, hat eiförmige zugespitzte Blätter, weiße bis rosafarbene Blüten sowie Früchte mit säuerlich-süßem Fleisch. Aus dem Fruchtknoten entsteht nur der Kernhausbereich mit fünf pergamentartigen Fruchtfächern. Das eigentliche Fleisch bildet sich aus dem Kelchgrund und aus der Blütenachse (Scheinfrucht).

Der Apfel ist in der Mythologie und im Volksglauben Sinnbild der Fruchtbarkeit und Liebe.In der christlichen Kunst gilt er als Symbol des Sündenfalles (Eva mit dem Apfel), auf Mariendarstellungen seit dem 12. Jahrhundert als Symbol der Weltherrschaft und aus der griechischen Mythologie kommt der Zankapfel. (s.u.)

Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.  (Zitat wird Martin Luther zugeschrieben)

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Peter Paul Rubens  "Das Urteil des Paris"

Alle Götter sind zur Hochzeit des Peleus und der Thetis eingeladen, ausgenommen Eris, die „Göttin der Zwietracht“. Daraufhin beleidigt, ist sie dennoch unsichtbar anwesend und wirft einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „Für die Schönste“ unter die feiernden Götter des griechischen Olymps. Daraufhin kommt es zum Streit zwischen Aphrodite, Pallas Athene und Hera, wem dieser Apfel gebühre (daher auch Zankapfel). Zeus als höchste olympische Instanz zieht sich aus der Affäre und legt das Urteil in die Hand eines Sterblichen: Er bestimmt den unschuldigen Jüngling Paris, den schönen, wenngleich verstoßenen Sohn des trojanischen Königs Priamos und der Hekabe als Schiedsrichter. So trägt er Hermes auf, die Göttinnen zum Königssohn Trojas zu bringen, damit dieser entscheide. Um den Prinzen für sich zu gewinnen, versucht jede der Göttinnen, ihn zu bestechen, und bietet ihm einen Preis an. Hera verspricht ihm Macht, Athene verspricht Weisheit und Aphrodite Liebe. Aphrodite kann das Urteil für sich entscheiden, als sie ihm als Bestechung die schönste Frau der Welt bietet. Jene Helena jedoch ist bereits mit Menelaos, dem König von Sparta, verheiratet. Dieses Ereignis und der hieraus resultierende Raub der Helena gilt als der mythologische Auslöser des Trojanischen Krieges.

Lucas Cranach "Der Sündenfall"

 Das erste Buch Mose Genesis 3  [Luther Bibel 1912]

1Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Früchten der Bäume im Garten?
2Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten;
3aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Eßt nicht davon, rührt's auch nicht an, daß ihr nicht sterbt.
4Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben;
5sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon eßt, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.
6Und das Weib schaute an, daß von dem Baum gut zu essen wäre und daß er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann auch davon, und er aß.
7Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, daß sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schürze.
8Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten ging, da der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die Bäume im Garten.
9Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?
10Und er sprach: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.
11Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, daß du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen?
12Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von von dem Baum, und ich aß.
13Da sprach Gott der HERR zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, daß ich aß.
14Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang.
15Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
16Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein.
17Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und hast gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein Leben lang.
18Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen.
19Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.
20Und Adam hieß sein Weib Eva, darum daß sie eine Mutter ist aller Lebendigen.
21Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Röcke von Fellen und kleidete sie.
22Und Gott der HERR sprach: Siehe, Adam ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, daß er nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!
23Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, daß er das Feld baute, davon er genommen ist, 
24und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden die Cherubim mit dem bloßen, hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens.